Aktuelles
Aktuelles, Archiv - 13.11.2019

INSL-Konzept bundesweit auf Platz 1 beim Deutschen Lesepreis in der Kategorie „Herausragende Leseförderung an Schulen“

Am Mittwochabend wurde der Deutsche Lesepreis der Stiftung Lesen in einer sehr feierlichen Galaveranstaltung vor über 200 geladenen Gästen aus Wissenschaft, Politik und Medien im Humboldt Carré in Berlin verliehen. Der erste Preis in der Kategorie „„Herausragende Leseförderung an Schulen“ ging an das INSL-Konzept von Nicole Luber und Margit Kral.

Dabei stach das Sprach- und Leseförderkonzept, so wie es an der Johann-Turmair-Realschule umgesetzt wird, aus den rund 300 Bewerbungen in dieser Kategorie deutlich heraus.

Allein die Tatsache, dass in diesem Jahr insgesamt dreimal so viele Initiativen und Projekte zur nachhaltigen Leseförderung wie im Vorjahr beim Deutschen Lesepreis eingereicht wurden (700!), beweist die einzigartige, herausragende Qualität des INSL-Konzepts, das die beiden Preisträgerinnen Nicole Luber und Margit Kral in dieser Ausprägung erdacht, initiiert und umgesetzt haben.

Besonders beeindrucken konnte das innovative Abensberger Sprach- und Leseförderkonzept INSL die Jury mit dem systematischen Auf- und Ausbau der Lesekompetenz aller Schülerinnen und Schüler – und zwar im Unterricht sämtlicher Fächer und unter Mitwirkung des gesamten Kollegiums der Johann-Turmair-Realschule. Als wichtiger Baustein wurde bei der Laudatio in Berlin unter anderem die im Stundenplan fest verankerte, rollierende Leseförderstunde in der 5. und 6. Jahrgangsstufe genannt, in der eine Reihe aufeinander aufbauender Maßnahmen zum Lesetraining umgesetzt werden. Aber auch die Lesemotivation und Lesesozialisation kommen im Rahmen des preisgekrönten Konzepts nicht zu kurz: Unter anderem mit dem neu gedachten Lese(s)pass, der auch Familie und Freizeit mit einbezieht, mit anregenden Lesungen durch Lehrkräfte und Prominente (nicht nur für die Schüler, sondern auch für deren Eltern), kommunikativen Bookdatings und Vorlesekreisen, mit Bib ‘n‘ Chess, unterschiedlichsten Leseorten und einer Vielfalt kreativer Anlässe, die zum Schmökern anregen, konnte das INSL-Konzept vollends überzeugen.

Zudem ist die praktische Umsetzung der Leseförderung auf neustem didaktischen Stand wissenschaftlich fundiert, da Frau Luber und Frau Kral im regen Austausch mit der Universität Regensburg stehen und mit den theoretischen Grundlagen der Leseforschung bestens vertraut sind. Nur so konnte sich das innovative INSL-Konzept zu einem Werkzeug einer nachhaltigen Sprach- und Leseförderung entwickeln, das seine Praxistests im Schulalltag bestanden hat.

Neben dieser Vernetzung – auch über die Schul-, Schulart- und Institutionsgrenzen hinaus - würdigte die Jury in der Laudatio in Berlin insbesondere die rege Multiplikations- und Fortbildungstätigkeit des INSL-Teams. Frau Lubers und Frau Krals Engagement und Bereitschaft, die Erkenntnisse rund um die Grundlagen einer optimalen schulischen Sprach- und Leseförderung sowie eine Vielzahl kreativer Praxisanregungen in regionalen, überregionalen und zentralen Fortbildungen „hinauszutragen“, traf genau die Anforderungen, die laut Jury an eine nachhaltige, gelingende Leseförderung zu stellen sind. Auch in dieser Hinsicht wurde das Abensberger INSL-Konzept von der Expertenrunde als „herausragend“ eingestuft.

Ein echter Hauptgewinn – zumal das INSL-Konzept neben der Leseförderung als zweite große Säule die Sprache im Fach stärkt und auch hier praxisnahe Module für einen sprachsensiblen Fachunterricht bietet!

Der erste Preis, der mit 2500 Euro dotiert ist, ermöglicht es nun, weitere Bausteine des INSL-Konzepts zu verwirklichen, sodass (nicht nur) unsere Schülerinnen und Schüler beim Auf- und Ausbau ihrer Sprach- und Lesekompetenz weiter optimal unterstützt werden können!