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Aktuelles - 15.04.2018

Organspende kann Leben retten

Anfang März sprach Professor Dr. Stephan Hirt, Oberarzt der Herzchirurgie an der Universitätsklinik Regensburg, vor 140 Schülern unserer zehnten Jahrgangsstufe über das Thema Organspende und Organtransplantation.

Zu Beginn seines Vortrags informierte er darüber, dass neben den inneren Organen wie Niere, Leber, Herz, Lunge, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm auch Gewebe wie Hornhaut oder Knochen transplantiert werden können. Neben der Spende nach dem Tod ist es möglich, eine Niere oder einen Teil der Leber bereits zu Lebzeiten zu spenden.

Weiter erfuhren die Schüler unter anderem, dass für die Organspende nach dem Tod zwei Voraussetzungen erfüllt sein müssen: Der Spender oder die Angehörigen müssen der Spende ausdrücklich zugestimmt haben und der Hirntod des Spenders muss eindeutig festgestellt sein. Dabei verwies der Mediziner auf die rückläufigen Transplantationszahlen in Deutschland seit 2012. Erkrankte Patienten, die dringend auf ein Spenderorgan angewiesen sind, müssen oft jahrelang warten und sterben teilweise während dieser Wartezeit.

Der Mangel an Spenderorganen liegt laut Prof. Dr. Hirt darin begründet, dass viele Menschen an der Seriosität der Transplantationsmedizin zweifeln oder sich nicht ausreichend darüber informieren. So war es ihm ein großes Anliegen, die Schüler durch seinen Vortrag anzuregen, sich Gedanken über das Thema Organspende zu machen und mit Familie und Freunden darüber ergebnisoffen zu diskutieren.

Die Lehrer der Fachschaften Religion und Ethik bedankten sich bei Professor Dr. Hirt, dem es gelang, die Schüler durch seine klare Sprache und durch anschauliche Fallbeispiele aus seiner Praxis für die Wichtigkeit des Themas Organspende zu sensibilisieren.

Beate Reisinger