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Aktuelles - 07.12.2016

Reptilienexperte Manfred Werdan

Zum wiederholten Male kam Herr Manfred Werdan als staatlich geprüfter Amphibien- und Reptilienexperte an unsere Schule, um über diese besonderen Tierklassen zu referieren. Nach ein paar einführenden Worten zu den einzelnen Merkmalen und Unterscheidungskriterien dieser Wirbeltierklassen ging Herr Werdan auch gleich zur Präsentation einzelner Tiere über. Dabei stand immer der Tierschutz an vorderster Stelle. So informierte Hr. Werdan über die Wahl von geeignetem Futter oder der richtigen Haltung in den eigenen vier Wänden. Zum Start verdeutlichte der Experte anhand des Axolotl den Übergang der Kiemenatmung zur Lungenatmung. Leben diese Tiere normalerweise im Wasser und atmen ausschließlich über die Kiemen, können diese durch Iod-Gabe zurückgebildet werden und die Lungenatmung tritt an dessen Stelle. Besonders interessant ist ein Axolotl auch für die Forschung, da bei ihnen z.B. abgebissene Gliedmaßen wieder vollständig nachwachsen können. Neben Pfeilgiftfröschen, deren Gift von Urwald-Indianern zur Jagd verwendet wird, hatte Hr. Werdan auch einige Schlangen dabei. Sofort erkannten die Schüler die heimische Ringelnatter anhand der beiden gelben Halbmonde hinter dem Kopf, und obwohl sie hier in der Gegend noch relativ häufig zu finden ist, ist sie in weiten Teilen Bayerns massiv vom Aussterben bedroht. Meist ist natürlich der Mensch durch die Zerstörung des Lebensraums oder der immer stärker werdenden Straßenverkehr dafür verantwortlich. Neben weiteren Schlangen wie z.B. der Hornviper oder der falschen Korallenschlange hatte der Fachmann außerdem ein Chamäleon oder auch viele kleine griechische Landschildkröten dabei. Hierbei wies er besonders auf die Schwierigkeiten der Haltung einer kleinen Schildkröte hin und dass man sich die Anschaffung reiflich überlegen sollte. Aufgrund der stetigen Geruchsbelastung, des enormen Platzbedarfs und umfangreichen Haltungsaufwands werden diese Tiere gerne nach einiger Zeit ausgesetzt und müssen dann entweder qualvoll im Winter sterben oder schädigen als „eingeschleppte“ Art unser Ökosystem. Sicherlich ein Highlight war die Ausgabe ausgewählter Tiere in Schülerhände. Wer wollte durfte Schlangen, Echsen und Schildkröten halten, sie streicheln und sie aus nächster Nähe beobachten. So wurde auch bei dem einen oder anderen die Angst gegenüber diesen Tieren gemindert und man sah, dass alle doch liebens- und schützenswerte Lebewesen sind. Denn nur was man kennt, das schützt man auch und der Schutz von Tieren, sei es nun bedroht oder nicht, geht jeden etwas an.